Frage

Was ist der Unterschied zwischen Adsorptions- und Kondensationsentfeuchtern?


Antwort

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von Luftentfeuchtern.

Der am weitesten verbreitete ist der Kondensationsentfeuchter.


Mit “Luftentfeuchter” sind in der Regel sogenannte Kondensationstrockner oder auch Kondenstrockner gemeint. Dies bedeutet, dass der Wasserentzug mittels Kondensations-Prinzip funktioniert.

Der Kondenstrockner kühlt sich im Inneren ab, so dass die feuchte Raumluft am Kühlregister kondensiert, das Wasser wird anschliessend im Wasserbehälter gesammelt. Kondenstrockner verfügen über einen Kompressor und einen geschlossenen Kältemittelkreislauf. Je wärmer die Luft im Raum ist, desto mehr können sie entfeuchten. Es darf also nicht zu kühl sein, um einen effizienten Betrieb zu gewährleisten. Hersteller sagen, dass diese bereits ab 

5 °C entfeuchten, was auch stimmt. Jedoch ist bei kalten Umgebungstemperaturen die Leistung gering. Um den Betrieb effizient zu halten, sollten Temperaturen von mindestens 10-15 °C im Raum herrschen. Wenn darüber, umso besser.


Dann gibt es noch die sogenannten Adsorptionstrockner.

Bei den Adsorptionstrocknern wird die Feuchtigkeit über das sogenannte Sorptionsrad mit einer Struktur (ähnlich wie Bienenwaben) angezogen und mittels Druckluft (kleiner Ventilator) und Wärme (Heizelement) in den Wasserbehälter oder über den Wasserschlauch abgeführt. Wegen dem integrierten Heizelement beziehen Adsorptionstrockner jedoch mehr Strom als die Kondensationsentfeuchter. Zudem geben sie warme Luft ab. Diese ist rund 10-12 °C wärmer als die eingesaugte Luft. Je nach Situation kann sich der Raum ein wenig aufwärmen. Die Adsorptionsentfeuchter haben die besondere Eigenschaft, dass die Entfeuchtungsleistung nicht von der Raumtemperatur abhängig ist. Die Entfeuchtungsleistung ist ab 1 °C Raumtemperatur konstant. Daher sind Adsorptionsentfeuchter ideal bei Umgebungstemperaturen von 1-10 °C, weil dort Kondensentfeuchter nicht mehr effizient arbeiten können.